Jetzt im
Herbst sind vermehrt Igel in Gärten und der freien Natur auf Futtersuche. Die
stacheligen Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Darauf
weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Eingreifen sollte ein Tierfreund nur,
wenn das Tier sichtbar krank, geschwächt oder ein offensichtlich verwaistes
Jungtier ist. Der Verband rät daher zunächst das Tier zu beobachten. Ansonsten
schadet eine vorschnelle Hilfe mehr als sie nützt, denn oftmals werden die Igel
aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch
versorgt. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen
Tierschutzverein informieren, bevor sie einen Igel möglicherweise vorschnell in
Pflege nehmen.
Die
Temperaturen fallen, die Tage werden kürzer. Mensch und Tier bereiten sich auf
die anstehende Herbst- und Winterzeit vor. Trifft man in diesen Tagen ein stacheliges Mitgeschöpf
an, sollte man es zunächst nur beobachten. Wichtig ist, möglichst nicht in das
natürliche Umfeld des Igels einzugreifen oder gar Unterschlupfmöglichkeiten wie
den Komposthaufen oder die Hecke zu zerstören. Denn grundsätzlich haben Igel
dort die besten Chancen, den Winter unversehrt zu überstehen.
Wirklich
hilfsbedürftige Igel sind daran zu erkennen, dass sie tagsüber herumliegen, oft
mager sind und sich apathisch verhalten. Auch Igel, die bei Dauerfrost oder
geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meistens geschwächt oder
krank.
Als
Faustregel gilt: Bevor das Tier aufgenommen wird, sollte der Tierfreund sich in
jedem Fall beim Tierarzt oder im örtlichen Tierheim über die weitere
Vorgehensweise informieren und sich Tipps für die Versorgung holen. Falsche
Ernährung, wie die Gabe von warmer Milch, kann tödlich für die Igel enden.
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