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Nein zu tierquälerischen „Delikatessen“

In vielen Restaurants und Feinkostläden in Deutschland und Europa wird immer noch „Stopfleber“ verkauft. Die zu hohen Preisen als exklusive Feinkost angebotene Innerei ist mit unglaublichen Qualen für die Tiere verbunden, so der Deutsche Tierschutzbund. Enten und Gänse werden zwangsernährt, oft maschinell mit Futterpumpen, wobei sie schlimme Verletzungen erleiden können. Das Stopfen von Gänsen und Enten ist in Deutschland verboten, nicht aber der Import der Stopfleber. EU-weit ist die Zwangsmast der Tiere nicht verboten. So werden die zum großen Teil aus Ungarn stammenden zweifelhaften „Delikatessen“ auch hierzulande angeboten. Der Verband in Bonn fordert die Politik zum Handeln und ruft Verbraucherinnen und Verbraucher zum Verzicht auf.

„Dass Stopfleber oder so genannte Foie Gras weitläufig noch immer als Feinkost betrachtet wird, ist ein Armutszeugnis für eine zivilisierte Gesellschaft. Das Leid der Tiere und die qualvollen Haltungsbedingungen der Gänse und Enten werden dabei komplett ausgeblendet“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wissen nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Enten und Gänse befinden sich in winzigen Einzelkäfigen, die ihre Bewegung fast komplett einschränkt. Dreimal täglich wird ihnen ein Futterbrei eingeflößt. Dabei leiden die Tiere unter erheblichem Stress, auch Verletzungen der Speiseröhre und des Magens kommen vor. Durch die Mast verfettet die Leber und schwillt auf das 5 bis 13fache des Normalgewichtes an. Die Schlachtung erfolgt im Allgemeinen kurz bevor die Tiere durch Kreislaufversagen, Zusammenbruch des Stoffwechsels und Leberverfettung ihren Qualen erliegen.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert ein europaweites Verbot der Zwangsmast und ein Importverbot von Stopfleberprodukten für Deutschland. Auch die in Deutschland im Herbst und Winter angebotenen Enten und Gänse stammen teilweise aus der Stopfleberproduktion. Verbraucherinnen und Verbraucher sind aufgefordert zu Gunsten der Tiere auf diese Angebote und Foie Gras zu verzichten und auf vegetarische Alternativen oder Fleisch aus artgerechter Haltung – wie es der NEULAND Verein anbietet – auszuweichen.

Link: Neuland

 

 
Holzwickeder Nachrichten Oktober 2008
Holzwickeder NachrichtenTierschutzverein Unna immer häufiger in Holzwickede aktiv
Für "Emily" endete Rettungsaktion glücklich
 
 
Tipps für den Igelschutz

Foto: IgelschutzJetzt im Herbst sind vermehrt Igel in Gärten und der freien Natur auf Futtersuche. Die stacheligen Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Eingreifen sollte ein Tierfreund nur, wenn das Tier sichtbar krank, geschwächt oder ein offensichtlich verwaistes Jungtier ist. Der Verband rät daher zunächst das Tier zu beobachten. Ansonsten schadet eine vorschnelle Hilfe mehr als sie nützt, denn oftmals werden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch versorgt. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein informieren, bevor sie einen Igel möglicherweise vorschnell in Pflege nehmen.

 

Die Temperaturen fallen, die Tage werden kürzer. Mensch und Tier bereiten sich auf die anstehende Herbst- und Winterzeit vor. Trifft man in  diesen Tagen ein stacheliges Mitgeschöpf an, sollte man es zunächst nur beobachten. Wichtig ist, möglichst nicht in das natürliche Umfeld des Igels einzugreifen oder gar Unterschlupfmöglichkeiten wie den Komposthaufen oder die Hecke zu zerstören. Denn grundsätzlich haben Igel dort die besten Chancen, den Winter unversehrt zu überstehen.

 

Wirklich hilfsbedürftige Igel sind daran zu erkennen, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten.  Auch Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meistens geschwächt oder krank.

 

Als Faustregel gilt: Bevor das Tier aufgenommen wird, sollte der Tierfreund sich in jedem Fall beim Tierarzt oder im örtlichen Tierheim über die weitere Vorgehensweise informieren und sich Tipps für die Versorgung holen. Falsche Ernährung, wie die Gabe von warmer Milch, kann tödlich für die Igel enden.

Informationsbroschüre (PDF) >>> 

Kinderflyer: Mein Igel (PDF) >>> 

 
Leitmotto zum Welttierschutztag: „Ferkelprotest“
Bild: Ferkelprotest DTB e.V.
Der Deutsche Tierschutzbund ruft jedes Jahr zum Welttierschutztag (4. Oktober) ein Leitmotto aus. In diesem Jahr lautet es: „Ferkelprotest“. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jährlich mehr als 22 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung - bei vollem Bewusstsein und bei vollem Schmerzempfinden werden den Ferkeln beide Hoden mit einem scharfen Messer entfernt. Das deutsche Tierschutzgesetz legalisiert diese Qual. Männliche Ferkel dürfen laut Gesetz bis zum Alter von sieben Tagen ohne Betäubung kastriert werden.
 
„Wir werden konsequent und kompromisslos darum kämpfen, dass diese Ferkelquälerei beendet wird. Die Agrarindustrie – und besonders die Schweineproduzenten – „mauern“ nicht nur, sondern verbreiten auch die fadenscheinigsten Verlautbarungen mit dem Ziel, dass alles so bleibt, wie es ist. Dies ist ein untauglicher Versuch, Tierqual weiter zu legalisieren. Deshalb steht das Thema Ferkelkastration auch zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober im Mittelpunkt“, verkündet Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In den Welttierschutzwochen rund um den 4. Oktober werden der Deutsche Tierschutzbund und seine über 720 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen mit Infoständen und weiteren Aktionen gegen die betäubungslose Ferkelkastration protestieren.
 
Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Bundesregierung und den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Horst Seehofer sowie seine Länderkollegen auf, das Tierschutzgesetz entsprechend zu ändern. Auf der Internetseite www.ferkelprotest.de können Tierfreunde sich dem Protest des Deutschen Tierschutzbundes anschließen und erhalten zudem detaillierte Hintergrundinformationen.
 
Der Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt: Verzichten Sie auf Schweinefleisch oder kaufen sie es nur, wenn Sie sicher sein können, dass die Ferkel schmerzfrei kastriert wurden. Bei allen NEULAND-Landwirten wird das sichergestellt.
Weitere Informationen (PDF) >>>
 
 
 
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