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Tierschutz und Kirche nähern sich an |
 Der Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen hat auf seiner
Hauptversammlung am Wochenende in Essen die Annäherung von Tierschutz
und Kirche begrüßt. In einem aufschlussreichen Vortrag erläuterten die
Pfarrer Friedrich Laker und Steffen Hundert die wechsel- und leidvolle
Geschichte von Tierschutz und Kirche. Sie war über Jahrhunderte von
einem stark Menschen bezogenen Weltbild der christlichen Kirchen und
nicht zuletzt von kirchlich geduldeter Tierquälerei geprägt. Diese
Haltung hatte verheerende Auswirkungen für die tierischen Mitgeschöpfe.
Erst spät setzte sich der Gedanke durch, dass Tiere eigene Recht und
eine eigenen Würde haben. Um so mehr begrüßt der
Landestierschutzverband den "1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier",
der vom 27. - 29. August 2010 in Dortmund im Rahmen der
Kulturhauptstadt Ruhr 2010 stattfinden wird. Dabei tritt der LTV als
Partner der "Aktion Kirche und Tiere" e. V. auf, die diesen Kirchentag
organisiert. Der Vizepräsident des Landestierschutzverbandes, Dr. Ralf
Unna, erläutert dazu: "Als Tierschützer sind wir froh und dankbar, dass
es innerhalb der Kirche endlich eine starke Gruppe gibt, die sich aktiv
für unsere Mitgeschöpfe engagiert. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung
beim 1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier. Ein grundlegend neues
Verhältnis zum Mitgeschöpf Tier ist dringend notwendig!"
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Kreisveterinärin warnt vor falscher Entenliebe - Füttern kann zur tödlichen Bedrohung werden |
Unna. In
der freien Natur leben an einem Gewässer normalerweise nur so viele
Enten, wie es für sie Futter gibt. Doch häufig werden die Enten vor
allem von älteren Menschen und Eltern mit Kindern zusätzlich gefüttert.
Dadurch werden immer weitere Enten angelockt, bis die natürliche Zahl
der Tiere weit übertroffen wird. Das biologische Gleichgewicht gerät
aus den Fugen, das Leben der Tiere in Gefahr. Darauf weist Dr. Anja
Dirksen, Sachgebietsleiterin für Veterinärwesen und
Lebensmittelüberwachung, hin.
An
tierisch übervölkerten Gewässern gelangt zu viel Entenkot in das
Wasser. Als Folge vermehren sich die Algen explosionsartig. Nach ihrer
Blüte sterben sie ab und die sich anschließenden sauerstoffzehrenden
Prozesse bedrohen das biologische Gleichgewicht des Gewässers. Sinkt
das Brot auf den Grund, zersetzt es sich und verbraucht dabei den
Sauerstoff, den die Wasserorganismen dringend zum Überleben brauchen.
„Bei
der Zersetzung von 1,5 Kilogramm Brot wird der Sauerstoff aus 100
Kubikmetern Wasser verbraucht. Das entspricht dem Inhalt von 500
Badewannen“, macht Dr. Dirksen deutlich. In den Gewässerzonen ohne oder
mit nur geringem Sauerstoffgehalt können sich vor allem im Sommer die
so genannten Botulismus-Bakterien entwickeln, die einstarkes Nervengift
ausscheiden. Enten, die Futter auf dem Grund suchen, nehmen das Gift
auf und sterben an Muskellähmung. Das gutgemeinte Füttern wird also zu
tödlichen Bedrohung für das Federvieh.
Außerdem:
Das übergroße Nahrungsangebot zieht auch Ratten an. Sie profitieren von
den übriggebliebenen Brotstücken, vermehren sich um so zahlreicher und
sind gleichzeitig eine Bedrohung der Entengehege, bzw. der Jungenten.
Beides ist sicherlich nicht im Sinne der Entenfreunde. „Auch aus diesem
Grund soll auf das Füttern der Enten, genau wie bei Tauben, unbedingt
verzichtet werden“, so Dr. Anja Dirksen.
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Hitze kann für Tiere tödlich enden |
Die derzeit sommerlichen
Temperaturen bergen für Tiere enorme Gefahren. Der Deutsche Tierschutzbund macht
darauf aufmerksam, dass sich Hund, Katze, Hamster und Co. im Gegensatz zum
Menschen nicht durch Schwitzen abkühlen, sondern allein durch Trinken
beziehungsweise Hecheln. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist deshalb
überlebenswichtig. Um große Hitze zu meiden, sollte das Gassigehen mit dem Hund
in die Morgen- und Abendstunden und in schattige Waldgebiete verlegt werden.
Auch Kleintiere, die in Käfigen gehalten werden, leiden unter den hohen
Temperaturen. Hier gilt es, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um unnötiges Tierleid
oder gar den Hitzetod zu verhindern.
Haustieren sollte zur Abkühlung
immer ein schattiges Plätzchen angeboten werden. Keinesfalls dürfen die
tierischen Freunde für eine längere Zeit in der prallen Sonne verweilen. Um
einen lebensbedrohlichen Anstieg der Körpertemperatur oder gar Austrocknung zu
vermeiden, sollten sie immer ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden.
Autofahrer bittet der Deutsche Tierschutzbund besonders Rücksicht auf ihre
vierbeinigen Begleiter zu nehmen und sie bei Hitze unter keinen Umständen im
Auto zurückzulassen. Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte
Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im parkenden Auto rasch an, was für die
darin zurückgelassenen Tiere schnell zur tödlichen Falle werden kann. Es kommt
zu Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufproblemen mit anschließendem
Kreislaufversagen. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein Spalt breit geöffnetes
Fenster sorgen in keinem Fall für genügend Abkühlung im Auto – auch dann nicht,
wenn dieses im Schatten steht. In Käfigen und Terrarien lebende Haustiere dürfen
ebenfalls nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Dabei sollte der Halter
immer beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und ein morgens noch
schattiges Plätzchen bereits kurze Zeit später in der prallen Sonne stehen kann.
So kommt es schnell zu sogenannter „Stauhitze“. Um Abhilfe zu schaffen, sollte
die Behausung aber auf keinen Fall im Durchzug stehen. Ein frischer Wind hilft
zwar uns Menschen die Hitze zu ertragen, kann bei Tieren aber schnell
folgenschwere Erkrankungen nach sich ziehen.
Pferde und Nutztiere auf der Weide
sollten ebenfalls immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten
zurückzuziehen. Auch hier gilt, dass immer ausreichend Wasser in der Tränke sein
muss. Ein Ausritt in den kühleren Morgen- und Abendstunden ist für Mensch und
Tier angenehmer als zu den wärmeren Tageszeiten.
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2. Aktionstag „Kollege Hund“ am 25. Juni 2009 |
 Wissenschaftlichen Studien zufolge sind Hunde gut für das allgemeine
Betriebsklima. Deshalb ruft der Deutsche Tierschutzbund am 25. Juni
2009 bereits zum zweiten Mal bundesweit zu einem „tierischen
Schnuppertag“ auf. Hundebesitzer sollen dabei die Möglichkeit erhalten,
ihre Tiere für einen Tag mit an den Arbeitsplatz zu bringen.
Die Resonanz auf den ersten Aktionstag "Kollege Hund" war
großartig. Mehr als 1.000 Hunde durften deutschlandweit an diesem Tag am Arbeitsalltag
von Herrchen und Frauchen teilnehmen. Auch die Medien zeigten großes
Interesse an dieser Aktion.
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